Zivilgesellschaft, Good Governance und Transformationsprozesse: Welche Funktionen und Bedeutung kann Zivilgesellschaft zukommen?

Die Handlungsspielräume für zivilgesellschaftliche Organisationen schrumpfen in vielen Ländern, besonders wenn sie zu politischen Fragen und Menschenrechten arbeiten. Die Methoden, mit denen Regierungen zivilgesellschaftliche Organisationen behindern, sind laut Michael Windfuhr, vielfältig: Sie reichen von umständlichen Zulassungsverfahren über Beschränkungen bei der Finanzierung aus dem Ausland bis hin zu offenen Verboten und Gewalt gegen Mitarbeiter*innen. Wo kommt das alles her? Eine Folge der Globalisierung und der Krise der Staatlichkeit? In den 1990er Jahren hatten mehrere Organisationen auf großen Weltkonferenzen nach Beteiligung, Transparenz und Rechenschaftspflicht gerufen und damit viel erreicht. Gleichzeitig sei die Marktwirtschaft globalisiert und damit die Identität des Staates von vielen Seiten unter Druck gesetzt worden. Jetzt beobachtet man die Gegenreaktion vieler Regierungen gegen die Zivilgesellschaft. Wie soll sich die Zivilgesellschaft in diesem Szenario verhalten, in dem verschiedene Akteure nach Ausdrucks- und Handlungsräumen suchen, um sich durchzusetzen?

Aufgrund der aktuellen Corona Situation können wir den Vortrag von Michael Windfuhr nicht ermöglichen. Wir bitten um Entschuldigung.

In folgendem Artikel können Sie dennoch einen Einblick erhalten. https://www.welt-sichten.org/artikel/33564/zivilgesellschaft-unter-druck

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Michael Windfuhr

Michael Windfuhr ist stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Menschenrechte. Zuvor war er u.a. Mitbegründer und Leiter der internationalen Menschenrechtsorganisation FIAN (Food First Information and Action Network). Er war und ist maßgeblich beteiligt an den internationalen Standard-setzenden Prozessen für das Recht auf angemessene Nahrung. In diesem Vortrag setzt er sich besonders für die Gewährleistung eines politischen Raums für die Zivilgesellschaft ein.

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